Montag, 12. März 2012

Laos von Nord nach Süd

Hier endlich mal wieder ein paar Neuigkeiten! Ich habe gute drei Wochen in Laos verbracht und dabei einiges gesehen, viele Menschen kennengelernt und Eindrücke gesammelt. Die Menschen die ich in Laos kennengelernt habe, haben einen wesentlich entspannteren Eindruck gemacht als die Leute in Thailand (bezogen auf die Locals). Besonders mit dem Süden Thailands verglichen. Hier in Laos dauert alles ein bisschen länger. Verspätungen sind normal und werden entspannt hingenommen. Da können aus fünf Stunden Busfahrt auch mal sieben oder zehn werden und eine Abfahrt um neun startet üblicherweise zwischen zehn und zwölf. Aber hier mal etwas konkreteres zu meiner Route durch Laos.

Ich habe die Grenze im Nordwesten von Laos überquert. Von Chiang Khong aus ging es für 40 BHD (1 Euro) mit einem kleinen Boot aus über den Mekong von Thailand nach Laos. Vorher musste man sich in Thailand noch seinen "Departure-Stempel" holen um ordnungsgemäß ausgecheckt zu haben. Beim Einchecken ist mir dann aufgefallen, dass ich keine Passbilder dabei hatte. Das war auch nicht tragisch, hat lediglich 40 BHD extra gekostet. Für das Visum haben wir 32 Dollar bezahlt. Normalerweise zahlen Deutsche 30, aber bei Einreise am Wochenende gibt es einen Aufschlag. Nach Ankunft habe ich mir zusammen mit Michael (ein Polizist aus Belgien) ein Zimmer gesucht. Er hatte auch die Gibbon Experience gebucht. Am nächsten Tag ging es dann auch schon los ...

Gibbon Experience - Classic
Die Gibbon Experience wurde in mehreren Varianten angeboten. Auf Grund von Empfehlungen habe ich mich für die Classic Variante entschieden. Sie kostete 230€, beinhaltete drei Tage und zwei Nächte auf einem Baumhaus, jede Menge Zipline fahren und mit Glück das Beobachten von Gibbons im Jungle - wenn denn welche am Baumhaus vorbei kommen. Wir hatten Glück und wurden gleich am ersten Morgen von ihren Gesängen geweckt! :-) Wir konnten sie erst aus der Ferne sehen und dann sind sie recht nah am Baumhaus vorbei gekommen. War ziemlich spannend und eine sehr schöne Erfahrung.

Ein paar Gibbons aus der Ferne. :-)

Den restlichen Tag waren wir dann mit Zipline fahren beschäftigt, was viel Spaß gemacht hat. Die Ziplines führen mitten durch den Jungle und sind bis zu 400m lang und 150m über dem Boden. Ich weiß nicht mit wie viel Km/h man durch den Jungle rauscht, aber auf jeden Fall nicht langsam. :-)

An eienr Zipline hängend.
Unser Baumhaus (Baumhaus #7).
In unserer Hütte waren insgesamt neun Leute. Wir haben uns so gut verstanden, dass sechs von den neun Leuten direkt zusammen weiter durch Laos gezogen sind.

Die Crew unseres Baumhauses.
Riesige Spinne die wir auf der Heimfahrt der Gibbon Experience in der Lunchpause gesehen haben.
Luang Prabang
Von Huay Xay aus ging es dann weiter mit dem Slow-Boat nach Luang Prabang. Die fahrt dauerte zwei Tage. Die Nacht haben wir in Pak Beng gestopp um zu schlafen. Der Ort bestand wirklich nur aus kleinen Hotels, Restaurant und einer Bar in der Musik gespielt wurde. Die Landschaft die wir auf der Fahrt gesehen haben war ziemlich schön, wobei die Fahrt nach 5-6 Std. doch sehr ermüdent wurde.

Kinder am Flussufer des Mekongs.

Der Sonnenuntergang vom Mekong aus betrachtet.
Angekommen in Luang Prabang haben wir dann erst mal eine ganze Weile nach einem adäquaten Zimmer gesucht. Gelandet sind wir dann im Merry Guesthouse #2 (es gibt drei, also unbedingt die Nummer beachten!). Das Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad hat 60.000 Kipp (10.000 Kipp sind ca. 1€) gekostet. Wer lecker essen gehen möchte sollte unbedingt in's Utopia oder zum indischen Restaurant in der Fußgängerzone gehen (dort gab es nur eins, habe gerade den Namen nicht mehr).
Einen Tage haben wir damit verbracht mit Fahrrädern den Ort zu erkunden und auf den Phusy Market zu gehen. Ein Markt der Einheimischen, auf dem alles was man zum Leben braucht angeboten wird. Weniger touristisch, dafür für uns teilweise recht exotisch. Habe mit eine Stange Zigaretten für unglaubliche 2,50€ gekauft. Und ja, sie sind rauchbar. :-)
Am nächsten Tag sind wir zum großen Wasserfall in Luang Prabang gefahren. Das war wirklich das schönste Fleckchen Erde, dass ich auf meiner Reise gesehen habe und eines der schönsten Stücke Natur die ich bisher in meinem Leben sehen durfte. Es gab einen großen Wasserfall der dann in vielen verschiedenen Plateaus verlaufen ist. Das Wasser war strahlend blau und glasklar, aber ziemlich kalt. *gg*

Der große Wasserfall in Luang Phrabang.
Hier die einzelnen Ebenen in die er dann verlaufen ist.

Und hier ein Teil unserer Truppe beim Schwimmen in den Plateaus.
Reisfelder auf der Heimfahrt vom Wasserfall nach Luang Phrabang.
Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, da wir sehen wollten, wie die Mönche durch die Straßen laufen um ihr Essen zu bekommen. Das ganze war schon total kommerzialisiert. Die Frauen am Straßenrand wollten den Leuten Reis verkaufen, damit diese ihn den Mönchen geben konnten. Wir haben das Spiel nicht mitgemacht und uns nur die vorbeilaufenden Mönche angesehen. Es waren hunderte!

Mönche in Luang Phrabang.
Danach ging es weiter mit dem Bus nach Vang Vieng zum Tubing. Das Tuben in Vang Vieng war ziemlich cool. Wir hatten ziemlich günstige Bungalows (Banana Bungalows) für nur 30.000 Kipp die Nacht für einen Doppelbungalow, d.h. 1,50 € pro Kopf die Nacht. Laos war wirklich um einiges günstiger als Thailand. 

Die Tubing Area gegen Mittag.

Touristisch, aber muss man mal mitgemacht haben. :-)
An einer der Bars gab es ein Volleballfeld. Dieses war natürlich kein normales Spieldfeld. Es wurde komplett unter Wasser gesetzt, was das Spiel durchaus um einiges lustiger und interessanter gemacht hat. :-)



Wir sind insgesamt vier Tage in Vang Vieng geblieben und dann weiter über Vientianne nach Thakaek gefahren. Dort haben wir eine Nacht geschlafen um dann am nächsten Tag eine Rollertour zu beginnen. Die Tour mit dem Roller wird Four Day Loop genannt. Man fährt eine große Runde durch Laos, vorbei an viele kleine Städte und unzähligen Höhlen, unter anderem den bekannteren Long Kohr Caves. Der hier zu besichtigende Teil ist eine 7 Km lange Höhle mit sehr schönen Steingebilden.

Die Long Kohr Caves von innen.

Das Rollerfahren hat sehr viel Spaß gemacht und auch hier war die Landschaft sehr schön und abwechslungsreich. Die Straßen waren anfangs ziemlich gut, aber am zweiten Tag bestand die Streck 30 Km lang nur aus Schlaglöchern und neu gebauter Straße. An einem Stück an dem die Straße gerade neu gemacht wurde, war diese ziemlich rutschig. Ich bin ausgerutscht und habe mit das Bein am Auspuff verbrannt. Die Straße war so rutschig, dass ich beim Aufheben des Rollers fast wieder hingefallen bin, aber zum Glück ist es beim einen Mal geblieben.

Die Wundheilung kann man in der hohen Luftfeuchtigkeit vergessen. Das ist die Wunde nach ca. 1,5 Wochen.



Zwischenstop bei einer laotischen Schule. Die Kinder wollten unbedingt alle mit auf's Foto, sehr süß.


Die Rollercrew. :-)

Auf der letzten Heimfahrt haben wir dann noch etwas einheimiches an einem kleinen Straßenrestaurant gegessen. Es sah ziemlich lecker aus und hat auch lecker geschmeckt ... beim näheren Hingucken hatte ich dann aber irgendwie nicht mehr ganz so viel Hunger ...

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Reisgratin oder ähnliches ... aber was sind denn diese kleinen weißen Kügelchen?

Hier mal eine Makroaufnahme. Ich weiß immer noch nicht sicher was es ist. Bin mir aber auch gar nicht mehr so sicher ob ich es wirklich wissen will. *gg*
Wir haben den Loop in drei Tagen beendet gehabt und so blieb mir noch genug Zeit mit Daan, Lotte und Hanneke weiter zu den Fourthousand Islands zu fahren. Wir sind in Richtung Süden gefahren und haben eine Nacht in Pakse verbracht, da die Strecke leider nicht an einem Tag zu fahren war.
Auf der Fahrt zu den Fourthousand Islands habe ich die schlimmste Lebensmittelvergiftung meines Lebens gehabt. Es ging mir so schlecht wie sehr lange nicht mehr und ich habe mich bis zur Ankunft in Pakse etliche Male übergeben müssen. Alles in allem nicht sehr schön. Die anderen haben mir geholfen meine Sachen zu tragen, da ich so erschöpft war, dass ich am liebsten auf der Straße geschlafen hätte. Am nächsten Tag ging es dann morgens um Acht Uhr weiter. Es ging mir immer noch ziemlich mies, aber schon besser als am Vortag. Gegen Mittag sind wir dann in Don Det angekommen, eine der kleineren Inseln der Fourthousand Islands. Hier gibt es keine Bankautomaten und keinen richtigen Supermarkt. Die Unterkünfte sind günstig und es ist so ruhig, dass man wirklich gut entspannen kann.



Einen Tag haben wir eine Kajaktour über den Mekong mitgemacht und sind zu zwei Wasserfällen gefahren und haben mittags einen Stop auf dem Mekong eingelegt um die Irrawaddy Delphine zu sehen. Es sind die letzten Süßwasserdelphine der Welt, die nur noch hier und bei einer Insel in Kambodscha leben. Wir hatten sogar Glück und es sind ein paar Gruppen in unserer Nähe aufgetaucht um an der Oberfläche neue Luft zu holen.

Klein und weit entfernt, aber ich denke es ist zu erkennen, dass es kein Felsen sondern ein Irrawady Delphin ist. :-)
Ein kompletter Tag auf einem Single-Kajak ist anstrengender als ich gedacht habe!
Der zweite Wasserfall ist, von der Durchflussmenge an Wasser, der größte Wasserfall Südost-Asiens. Er war wirklich riesig und ziemlich beeindruckend.



Am nächsten Tag bin ich dann morgens mit dem Bus in Richtung Bangkok gefahren um Jakob, Daniel und Kathrin zu treffen. Die Fahrt hat mich ca. 26 Std. gekostet, was aber nichts gemacht hat, da ich mich so gefreut habe die anderen zu sehen. Eigentlich sollte ich morgens um fünf Uhr in Bangkok ankommen, allerdings hatte unser Bus eine Reifenpanne, so dass ich letztlich gegen zwölf Uhr in Bangkok war. Ich habe die anderen im Budget Guesthouse getroffen, wo sie bereits eingecheckt hatten.

Was habe ich mich gefreut ihn endlich wieder zu sehen! :-)
Da waren auch die langen Reisestrapazen gleich vergessen...
Wir haben noch zwei Tage in Bangkok verbracht und uns dann auf in Richtung Ko Chang gemacht, die zweitgrößte Insel Thailands. Hier haben wir in kleinen Bungalows direkt am Strand geschlafen. Es war wirklich super schön beim Einschlafen das Rauschen des Meeres zu hören. Einen Abend hat Jakob auf einer Party bei uns im Hotel Musik gemacht. War super gut gewesen, mal wieder ordentliche Musik zu hören - und das beim Sonnenuntergang direkt am Strand. :-)

Gerade sind wir auf Koh Mak und heute Abend startet der Thaibreak, eine zweiwöchige Party am Strand auf Koh Mak. Im nächsten Eintrag werde ich berichten wie der Thaibreak war und wie unsere Zeit auf Koh Mak abgelaufen ist...

Samstag, 11. Februar 2012

Von Phuket nach Khao Lak mit dem Liveaboard zu den Similan + Surin Islands, zurück nach Khao Lak, weiter über Chiang Mai nach Chiang Khong!

Es ist viel Zeit vergangen und noch mehr passiert. Ich war viel unterwegs und habe einiges gesehen und erlebt. Nachdem wir auf Ko Phi Phi waren, sind wir, wie bereits geschrieben, nach Phuket gefahren.

Phuket
Dort haben wir fast einen ganzen Tag damit verbracht, nach dem Ort zu suchen an dem die Schildkröten ihre Eier legen. Leider mussten wir erfahren, da sie dies von Nov. - Dez. machen und nicht wie angenommen bis in den Februar hinein. Gegen Nachmittag haben wir dann noch eine Kajakfahrt durch einen Mangrovenwald auf Phuket gemacht.

Strand an einem Nationalpark auf Phuket. Ein Gewitter war im Anmarsch.

Ein Eindruck der Kajakfahrt durch den Mangrovenwald.


Am letzten Abend hatten wir nichts geplant und wollten uns daraufhin noch mal das Treiben in Patong anschauen. Gesagt, getan, auf mit dem Roller nach Patong. Dort angekommen sind wir etwas essen gegangen und haben uns in's Nachtleben gestürzt. Das meiste spielt sich auf einer breiten Fußgängerstraße in der Mitte von Patong ab. Was dort los war, war wirklich verrückt. Die Khao San Road ist eine Seitenstraße dagegen. Man wurde alle drei Meter angequatscht, ob man nicht zu einer Gogo- oder PingPong-Show möchte. Dabei wollten wir eigentlich nur ein Bier trinken und tanzen gehen. Ein Engländer hat uns dann eine Disco empfohlen, in der am Abend bekannte DJs aus England (die Plump DJs) spielen sollten. Wir haben einen Flyer bekommen, mit dem man nur die Hälfte des Eintrittspreises zahlt, sofern man vor zwölf Uhr kommt. Das waren immer noch stolze 300 BHD (7,50 €). Der Laden war ganz nett gemacht, aber so teuer wie die teuren Läden in Frankfurt. Für ein Bier mussten 180 BHD (4,50 €) auf den Tisch gelegt werden. Ich habe mir ein Bier und ein Wasser genehmigt. Selbst das Wasser hat stolze 80 BHD gekostet und es wurden Flaschen mit lediglich 350ml ausgegeben. Die Party selbst war ziemlich gut, die DJs wurden von einem Saxophonisten begleitet, wirklich klasse. Am nächsten Morgen sind wir mit dem Public Bus nach Khao Lak gefahren um dort mit einem Liveaboard (Tour mit einem Tauchboot über mehrere Tage) zu den Similan und Surin Islands zu fahren. Der Public Bus hat uns 140 BHD (3,50 €) gekostet und die Überfahrt hat ca. 4 Std. gedauert.

Khao Lak und Liveaboard zu den Similand und Surin Islands
In Khao Lak angekommen haben wir als erstes eine Unterkunft gesucht und wollten uns anschließend nach Liveaboards für die nächsten Tage informieren. Wir sind nach einer Empfehlung von einer Tauchschule bei Tiffys gelandet. Ein Hotel und Restaurant, welche von Günther, einem deutschen geführt wird. Der Raum im Dorm hat faire 180 BHD gekostet verfügte über einen Ventilator und war sauber. Anschließend sind wir losgezogen und haben uns nach Liveaboards informiert. Es war mir wichtig, zur Tauchstelle Richellieu Rock zu kommen, da mir diese von meinem Tauchlehrer in Koh Tao wärmstens an's Herz gelegt wurde. Die einzigen Liveaboards die diese Tauchstelle angesteuert haben fuhren insgesamt vier Tage, da sie recht weit entfernt ist. Das nächste Liveaboard welches die Tour fuhr legte am selben Abend um acht Uhr ab, es war bereits kurz nach sieben und der Gedanke am selben Abend zu starten war etwas erschreckend. Auch konnte Benni nicht mit, da er auf dem Liveaboard seinen großen Tauchschein machen wollte, was auf diesem Boot nicht möglich war. Das nächste Boot, dass die Tour fuhr, wäre erst drei oder vier Tage später losgefahren. So hätte ich einige Tage sinnlos in Khao Lak rumgesessen. Der Ort bestand nur aus einer großen Hauptstraße, jeder menge deutschen Restaurant und ein paar kleinen Gässchen. So habe ich mich spontan entschieden direkt mit dem Boot mit zu fahren. Nachdem ich gebucht hatte war ich ziemlich aufgeregt. Zum einen eine riesige Vorfreude, zum anderen Aufregung vor dem was mich wohl erwartet. Am Tauchshop angekommen waren alle sehr nett. Sowohl die Mitarbeiter, als auch die anderen Taucher. Wir sind gleich ins Gespräch gekommen, wurden kurze Zeit später zum Boot gefahren und haben unsere Kajüten bezogen.
Am nächsten Morgen ging es gleich um 7 Uhr los mit dem ersten Briefing zum Tauchgang. Wir waren über Nacht zum Richellieu Rock gefahren, der Tauchstelle auf die ich mich so gefreut hatte. Der Tauchgang war super. Wir haben Seepferdchen, ziemlich beeindruckende Korallen und jede Menge andere Dinge gesehen. Es vergingen vier Tage in denen wir insgesamt dreizehn Tauchgänge hatten. Ich habe jede Menge beeindruckender Dinge gesehen. Von Schildkröten über Thun- und Tintenfische bis hin zu Haien. Wir haben Stops an Stränden von Surin Island und Similan Island #4 gemacht (ich glaube es zählen insgesamt neun Inseln zu der Similan Islands Gruppe). Am letzten Abend gab es ein leckeres Barbecue auf dem Boot und es wurde ein bisschen getanzt gefeiert. Alles in allem war das Liveaboard, seine Crew und die Teilnehmer super gewesen. An dieser Stelle möchte ich das Sea Dragon Dive Center erwähnen, welches die Tour durchgeführt hat. Einige der Gäste waren schon mehrmals dabei, ein Pärchen aus Deutschland sogar zum fünften Mal, was eindeutig für sich spricht. :-)

Unter Wasser. :-)
Beeindruckender Fisch. :-)

In diesem Netz war ein Fisch gefangen, den unser Guide Ryan freigeschnitten hat. Das Netz wurde anschließend fachgerecht entsorgt. :-)

Eine Moräne.

Ein Blaupunkt-Rochen.

Eine der unzähligen, farbenprächtigen Korallen.
Ein Foto der Truppe auf dem Liveaboard.
Steve - when you read this, please send me the picture of the Whitetip Reefshark to julian.olsen@gmx.de Thanks! :-)

Am Sonntag dem fünften Februar ging es dann zurück nach Khao Lak. Bennie hatte mir schon ein Zimmer bei Tiffys reserviert. Am nächsten Tag sind wir mit dem Roller zum Khao Sok Nationalpark gefahren. Leider haben wir keine exotischen Tiere gesehen. Dafür durften wir Bekanntschaft mit Blutegeln machen, von denen sich gleich eins unbemerkter Weise an meinem Fuß festgesaugt hatte. Ziemlich eklig.
Erst garnicht bemerkt - ein Blutegel hat es in meine Sandale geschafft.

Anders als bei einem Mückenstich bluten die Stellen an denen Blutegel sitzen direkt. Immerhin juckt es nicht im nachhinein!

Nicht gerade vertrauenserweckend, diese Brücke.

Über Chiang Mai in Richtung Laos
Eigentlich wollte ich direkt von Khao Lak nach Laos fahren. Das war leider nicht ohne weiteres möglich. Um Geld zu sparen bin ich nicht von Phuket aus geflogen sondern mit dem Zug gefahren. Wir sind Dienstag Morgen in Khao Lak gestartet und mit dem Public Bus nach Surat Thani gefahren. Es ist wichtig deutlich zu sagen, dass man an der Zugstation rausgelassen werden möchte, sonst passiert es einem wie uns und man wird an der Endstation, dem Hafen von Surat Thani rausgeschmissen. Wir waren ziemlich genervt, da wir eigentlich gesagt hatten, dass wir zum Zug möchten. Am Hafen wollten uns die Thais dann gleich ein Tuktuk für 150 BHD (3,75 €) pro Person zum Bahnhof andrehen und meinten es fährt kein Public Bus. Ich war ziemlich sauer, da total dreist sind und überall versuchen einen für dumm zu verkaufen. Sie würden Luft zum atmen verkaufen, wenn sie es könnten! Wir sind ein stück weggelaufen und haben Leute nach dem Public Bus gefragt. Dieser fuhr genau eine Straßenecke weiter und hat 20 BHD (0,50 €) pro Person gekostet. :-)
Nach vierzig Minuten waren wir am Bahnhof. Im Bus haben wir noch eine nette Thailänderin kennengelernt, die uns am Bahnhof etwas mit den Tickets geholfen hat. Danach besorgte sie mir noch eine Salbe für meine Ferse, die von den Taucherflossen wundgescheuert und nach der Tour im Nationalpark entzündet war. Sie wollte kein Geld dafür - das ist dann wohl die echte Thailändische Mentalität. Der Zug von Surat Thani nach Bangkok ist abends gegen halb sieben losgefahren und am nächsten Morgen gegen halb acht angekommen. Wir hatten Schlafkabinen gebucht, was wirklich sehr angenehm war und nur zu empfehlen ist! :-)
Von Bangkok ist der Zug nach Chiang Mai morgens um halb neun losgefahren und abends gegen halb zehn in Chiang Mai angekommen. Am Bahnhof habe ich dann Benni verabschiedet, der in Bangkok geblieben ist um einen Freund zu treffen. Wer mit dem Express-Zug von Bangkok nach Chiang Mai fährt sollte sich unbedingt etwas zu essen einpacken, nur im langsameren Zug wird Essen verkauft. Daran hatte ich natürlich nicht gedacht und wäre verhungert, wenn mich nicht eine nette thailändische Dame mit Nudelsuppe und Keksen versorgt hätte. Man sieht - kaum geht es in Richtung Norden, werden die Menschen immer netter und hilfsbereiter! :-) Sie hatte mir auch ein Guesthouse eines Freundes empfohlen, das Somwang Guesthouse. Ein Doppelzimmer kostet 300 BHD mit Ventilator und privatem Bad mit kalter Dusche. Der Besitzer spricht gut englisch und ist sehr hilfsbereit.
Am ersten Abend bin ich etwas essen gegangen und habe zwei nette Österreicher kennengelernt, die mir gute Tipps für Chiang Saen und Chiang Rai gegeben haben.
Am nächsten Tag bin ich mittags durch Chiang Mai spaziert, habe etwas gearbeitet und bin abends auf den Nachtmarkt gegangen. Er ist wirklich riesig und es gibt unzählige Stände voll mit Klamotten, Souvenirs und anderen Dingen. Wirklich sehenswert und für jeden zu empfehlen, der den Klamottenbestand etwas aufstocken möchte.

Chiang Khong und das goldene Dreieck
Am nächsten Tag wollte ich eigentlich nach Chiang Saen fahren um mir das goldene Dreieck anzuschauen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle hat mich eine Krankenschwester aufgesammelt und zur Bushaltestelle gefahren - umsonst! Erneut ein Eindruck der freundlichen Mentalität im Norden Thailands. Ich freue mich schon, wenn ich wieder herkomme und etwas mehr Zeit mitbringe, war ja quasi auf Durchreise. Die Busse nach Chiang Saen waren alle ausgebucht, so bin ich direkt nach Chiang Khong gefahren, eine kleine Stadt direkt vor der laotischen Grenze. Die Fahrt startete mittags um eins, in Chiang Khong sind wir abends um 20 Uhr angekommen. Sieben lange Stunden, jedoch war ich durch die vorherige Fahrt von Khao Lak bis nach Chiang Mai (insgesamt 35 Std.) abgehärtet.
In Chiang Khong angekommen wurden wir direkt vor dem Bus von einem Pärchen abgefangen das und Flyer von ihrem Hotel, dem Baanrimtaling Guesthouse, unter die Nase hielt. Ein Zimmer im Dorm mit Ventilator und warmer Gemeinschaftsdusche kostete gerade mal 100 BHD. Die Zimmer und das Bad waren sauber und das Essen ist erstklassig! Super lecker und ordentliche Portionen. Alles in allem nur zu empfehlen!
Heute bin ich dann mit dem Roller zum goldenen Dreieck (der Grenze von Thailand, Laos und Maynmar) gefahren.
Am Aussichtspunkt des goldenen Dreiecks. Im Hintergrund ist Laos zu sehen.
Auf dem Rückweg habe ich riesige Reisfelder gesehen und einen Zwischenstop an einer Teeplantage gemacht und einen frischen Tee getrunken, sehr zu empfehlen!

Junger Reis auf einem der Reisfelder.

Ausblick aus dem Cafe an der Teeplantage auf selbige.
Zusätzlich zum super Service und den sauberen Zimmern bietet das Hotel jeden Morgen um neun Uhr einen kostenfreien Transport zur laotischen Grenze. Diesen werde ich morgen nutzen um dann endlich nach Laos zu kommen. Am 13.2. werde ich an der Gibbonexperience teilnehmen. Diese wurde mir von unzähligen Leuten empfohlen. Dort werde ich zwei Nächte auf einem Baumhaus schlafen und mit Seilbahnen durch den Jungel sausen um (hoffentlich) Gibbons zu sichten.

Es bleibt spannend! :-)

Sonntag, 29. Januar 2012

Railay Beach und Ko Phi Phi

Soooo ... es wird mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag. Die letzten Tage haben wir auf Ko Phi Phi Don verbracht und davor waren wir bei Krabi in Ao Nang und am benachbarten Railay Beach.

In Ao Nang konnte man nicht sonderlich viel machen außer essen und am Strand rumliegen, drum sind wir recht schnell weiter zum Railay Beach gefahren. Eine zu empfehlende Unterkunft ist Das Rapala Hotel am östlichen Strand von Railay. Es ist quasi am letzten Ende von Railay. Da man aber vom einen zum anderen Ende lediglich 15 Minuten zu Fuß benötigt, war das vollkommen okay. Dort haben wir 500 BHD für einen Fanroom bezahlt. Sonst ist Railay etwas teurer, aber wenn man sich die richtigen Restaurants raussucht auch ertragbar. Railay ist das Kletter-Mekka von Krabi. Der Strand ist ziemlich schön und es sind sehr viele junge Leute unterwegs, die meisten davon Kletterer, welche sich an den Felsen am Strand probieren. So haben wir es auch getan und waren einen halben Tag klettern. War ziemlich anstrengend, aber hat trotzdem einen riesen Spaß gemacht!

Aufstieg am Berg.

Das kleine Etwas da oben bin ich. :-)


Am nächsten Tag sind wir direkt weiter nach Ko Phi Phi, da wir nicht viel Zeit verlieren wollten.Ko Phi Phi teilt sind in zwei Inseln. Ko Phi Phi Don und Ko Phi Phi Leh. Auf Ko Phi Phi Don kann übernachtet werden, Ko Phi Phi Leh ist ein Naturschutzgebiet, das nur in Tagesausflügen bereist werden kann. Die Überfahrt vom Railay Beach aus haben wir für 350 BHD bekommen. Ko Phi Phi ist ziemlich teuer. Die Unterkunft dort hat uns 800 BHD pro Nacht gekostet, was für Ko Phi Phi noch ziemlich günstig ist in der Hochsaison. Am ersten Tag haben wir uns etwas die Insel angeschaut und sind abends am Strand feiern gegangen. Am nächsten Tag haben wir uns dann ein Fahrrad ausgeliehen und sind über die Insel geradelt, hoch zum Viewpoint, der wirklich sehr zu empfehlen ist. Es geht unzählige Treppen hoch bis man am Viewpoint angelangt ist. Dort bezahlt man natürlich erst mal 20 BHD um den Viewpoint betreten zu dürfen (auch bei Ankunft auf Koh Phi Phi haben wir 20 BHD zahlen müssen, für einen sauberen Strand). Der Viewpoint teilt sich in drei Aussichtspunkte, die alle einen schönen Blick über die Insel bieten. Auf dem Weg vom einen zum anderen Viewpoint kamen wir an ein paar Thais vorbei die Affen gehalten haben. Die Affen waren total süß, wir konnten mit ihnen spielen und haben auch ein paar Fotos geschossen.

Ausblick vom Viewpoint auf Ko Phi Phi Don.


Am nächsten Morgen haben wir eine Tour nach Ko Phi Phi Leh gebucht um uns den Maya Bay aus The Beach anzuschauen. Wir sind extra um 7 Uhr losgefahren, damit wir vor den ganzen anderen Tourisen ankommen. Haben wir auch fast geschafft, es waren nur drei Boote in der Bucht. Nachdem wir uns den Strand und das dazugehörige Festland angeschaut haben, sind wir weiter um die Insel gefahren und schnorcheln gegangen. Das Schnorcheln war richtig klasse. haben direkt am ersten Schnorchelpunkt eine große Schildkröte "getroffen". :-)

Die Schildkröte unter Wasser beim fressen.
Hier die Schildkröte kurz nach dem Auftauchen. Auch Schildkröten müssen mal Luft holen. :-)
Eine etwas verschreckte Krabbe wagt einen Blick aus ihrem Haus.
Am zweiten Schnorchelpunkt gab es zwar keine Schildkröte, dafür aber einige Fische.

Ein schwarm verschiedener Fische beim Schnorcheln.
Im Anschluss sind wir heim gefahren, haben noch etwas gegessen und unsere Überfahrt für Phuket gebucht. Hier wollen wir nicht lange bleiben, da die Strände nicht schön sind, die Straßen ziemlich anstrengend, wegen den übertrieben vielen Touristen und Ständen an denen sie einem Anzüge und sonstige Dinge andrehen wollen. Aber im Norden der Insel gibt es einen Nationalpark in dem zwischen November und Februar Schildkröten an Land kommen um ihre Eier im Sand zu verbuddeln. Morgen werden wir (immer noch Bennie und ich :-)) hinfahren und hoffen welche zu Gesicht zu bekommen. Im nächsten Bericht wird dann verraten ob es geklappt hat. :-)

Bis dahin viele Grüße
Julian

Montag, 23. Januar 2012

Koh Samui

Auch Koh Samui ist abgeschlossen! Wie bereits vorab geahnt, ist es dort ziemlich touristisch. Es gibt die großen Ketten, wie Mc Donalds, Starbucks und KFC. Überall werden typische Souvenirs angeboten und es wimmelt nur so von Deutschen Pauschaltouristen. Auch die Preise sind höher, als gewohnt. Freue mich schon auf die weniger touristischen Gegenden. Den KFC musste ich mit natürlich ausprobieren, wo ich in Deutschland doch so gerne dort essen gehe. Es schmeckt ähnlich, aber auf keinen Fall gleich. In Deutschland kann ich jede Menge Hotwings essen und hier muss ich sagen war ich froh, dass nach dem sechsten Hotwing mein Teller leer war. Man waren die scharf!


Die Unterkünfte auf Koh Samui variieren stark im Preis. Es gibt welche für 250€ / Nacht und andere für 10€ / Nacht (und sicher auch noch günstiger). Den ersten Bungalow haben wir uns am Mae Nam genommen und sind zwei Nächte geblieben. Es war ein Standard Bungalow mit Fan und kalter Dusche. Pro Nacht haben wir 500 BHD bezahlt, also 12,5€ für zwei Personen. Wirklich günstig, und der Bungalow war auch in Ordnung. Einziges Manko - er hatte nur eine einzige Steckdose und in ihr war der Ventilator angeschlossen - Konflikt! *gg* Handys usw. mussten dann tagsüber geladen werden und Nachts musste der Ventilator laufen, sonst war es viel zu heiß in der kleinen Hütte. Am ersten Abend haben wir (immer noch Bennie und ich :-)) nicht mehr viel gemacht, da wir kaputt von der Reise und der Suche nach einer adäquaten Unterkunft waren. Sind noch mal an den Strand und haben unsere ersten eigenen Kokosnüsse gepflückt!

Stolz wie Oscar und verbrannt wie ne Krabbe. :-P
Das Öffnen hat sage und schreibe knapp 30 Minuten gedauert... Klar, wir hatten kein ordentliches Werkzeug, aber da weiß man doch, wofür man die 20 BHD / 50 Cent am Straßenrand ausgibt, wenn man dort eine Kokosnuss kauft! Noch dazu hat sie nicht mal sonderlich gut geschmeckt. Stolz sie selbst gepflückt und geknackt zu haben waren wir trotzdem. :-)

Endlich offen. :-)


Am zweiten Tag sind wir dann durch die Stadt gefahren und haben uns den "80m Wasserfall" angeschaut. So wird er zumindest auf der Karte angepriesen. Am Wasserfall angekommen wurden wir erst mal mit einer Parkgebühr von 20 BHD für unsere Roller begrüßt. Der Wasserfall war relativ klein. Die höchste zusammenhängende Stelle die wir gefunden haben hatte eine Höhe von gut gemeinten 5 Metern.

Die höchste Stelle des Wasserfalls. An sich schön, aber wer 80m liest ist eben doch enttäuscht. :-P


Mit maßen haben es die Thais eh nicht so. Egal wen man fragt wie weit es zu einem Ziel noch ist, die Antwort ist 2 Km. Auf dem Heimweg wollten wir uns dann mal Chaweng anschauen um zu sehen wo man abends ausgehen kann. Den Strand in Chaweng haben wir ohne Probleme gefunden, aber dort gab es nur Hotelbars.

Abends haben wir uns dann noch ein Hotel gesucht am Chaweng Beach, da wir zumindest 1-2 Nächte mal den abendlichen Trubel miterleben wollten. Nach etwas Suchen haben wir ein super Zimmer bekommen und es nach etwas Vergleichen mit weiteren Unterkünften auch gleich für den nächsten Abend reserviert. Es hatte ein großes Doppelbett und ein kleines Beistellbett. Eine warme Dusche, Klimaanlage, TV und sogar einen Kühlschrank! Das Ganze für 700 BHD / 17,50 €, was für Chaweng wirklich günstig ist. :-)

Das mussten wir gleich ausnutzen. Am nächsten Morgen haben wir unsere Sachen gepackt und sind zum Chaweng gefahren einchecken. Danach haben wir erst mal einen Großeinkauf gemacht. Also für Urlaubsverhältnisse. Wir haben ein Brot gekauft, damit wir nicht mehr so teuer frühstücken müssen, Aufschnitt und Wasser. Abends im Supermarkt noch Bier, so dass wir dafür in den Bars nicht so viel Geld ausgeben müssen.

Die Bierauswahl in einem der großen Supermärkte auf Koh Samui.
Nachts wollten wir dann feiern gehen und haben vorher noch einen Dönerstand gefunden, an dem wir es nicht vorbei geschafft haben. Döner wurde beworben, Dürüm wurde verkauft, aber geschmeckt hat es trotzdem. :-)
Nach der Stärkung sind wir dann in eine Bar, haben noch ein Bier getrunken und im Anschluss in's Green Mango. Dort war es ziemlich voll, es lief die übliche Chartmusik, aber es hat trotzdem mal wieder Spaß gemacht zu tanzen. Auf dem Heimweg wurden wir dann noch zig mal angequatscht. Es wurden uns von Taxis, über Frauen bis hin zu Marijuhana alles angeboten. Ziemlich krass in den touristischen Gebieten.

Am nächsten Tag wurde erst mal lange geschlafen und dann mit den vorher gekauften Sachen gefrühstückt. Anschießend haben wir noch etwas Sightseeing gemacht und sind zum großen Buddha und zum schwimmenden Tempel gefahren.

Der große Buddha.

Coole Predator und Alienfiguren in einem Laden beim großen Buddha.

Gestern früh haben wir dann in Koh Samui die Segel gestrichen und sind mit Boot und Bus nach Krabi gefahren. Die Fahrt war ganz ok, sind um 12:30 Uhr los und gegen 19 Uhr angekommen. Hier haben wir dann nicht schlecht geguckt, als wir nach einem Zimmer gesucht haben. Fast jedes Hotel war ausgebucht und entsprechend waren auch die Preise. Hier zahlen wir jetzt 300 BHD für ein Bett im Dormitry (Mehrbettzimmer) pro Kopf. Schon ein ziemlich harter Kontrast.